Auf der hier beschriebenen Route machen wir uns erst einmal auf den Weg nach Pisa.
Wir sind zwar mit einigen Kids unterwegs, aber die Pisa - Studie wird nicht thematisiert. Dass ausgerechnet ein Ort, in dem nichts lotrecht erscheint, Namensgeber dieser Studie ist, finden wir allerdings doch recht bemerkenswert.
Pisa ist schön und wirklich sehenswert, es tummeln sich viele Menschen auf engstem Raum und letztlich ist es ganz gut, wenn man nach einiger Zeit des Staunens weiter in Richtung Süden fährt. Wir wollen Rom „Die Ewige Stadt“ erobern und machen erst einmal einen Tag Pause.
Einige Kilometer vor Rom gibt es eine Reihe von Campingplätzen und relativ preisgünstige Gästehäuser, wir haben uns für einen Campingplatz (etwa 20 Kilometer vor Rom) entschieden und sind erstaunt über die teutonische Gründlichkeit mitten in Italien. Die Stellplätze sind mit dem Zirkel berechnet und für jeden Zweck gibt es ein Münzsystem – Münzen zum Duschen, Münzen für Strom und Münzen für Wasser.
Der Campingplatz hat ein gutes Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und ein gutes Pizzarestaurant (ohne Münzen). Nach einer durchwachten Nacht (es sind sehr viele Menschen mit ultimativer Neigung zur Tag/Nacht - Umkehr vor Ort) und einem kurzen Morgenspaziergang am Strand fahren wir in DIE Stadt.
Rom begrüßt uns mit einem Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Vatikan. Unser erster Weg führt uns, nichts ahnend inmitten eines Menschenstroms zum Petersplatz. Zu unserer Überraschung sehen wir den freundlich winkenden Papst Benedikt auf seinem Balkon. Es ist also Sonntag, ein wundervoller, sonniger Tag, um Rom per Pedes zu entdecken.
Wir folgen den endlosen Windungen des Tiber und genießen die Eindrücke von Kultur, Geschichte und das Flair dieser überwältigenden Stadt (unsere Füße sind weniger begeistert...:-).
Rom haben wir in unser Herz geschlossen und wir freuen uns auf einen nächsten Besuch.
Unsere Reise führt uns weiter in den Süden, Bella Napoli umfahren wir elegant (die Müllwerker streiken schon seit geraumer Zeit und der Geruch reicht bis zur Autobahn). Der beeindruckende Vesuvio zeigt sich in voller Größe im Sonnenlicht und unsere Route führt uns über die Appennino Napoletano nach Bari an die Ostküste.
Auf dem Weg nach Brindisi machen wir halt in Monopoli und gönnen uns eine Übernachtung in einem Hotel, direkt auf der Steilküste gelegen.
Für den Ort selber haben wir, obwohl er sehr schön in der Abendsonne glänzt, kaum noch Energien. Nach einem leichten mediterranen Mahl geht es ab in die bequemen Betten.
Von Brindisi aus bringt uns unsere Fähre nach Patras auf die Peloponnes. Patras ist keine schöne Stadt, aber wir freuen uns jedes Mal auf ein Wiedersehen mit ihr. Die Menschen sind liebenswert und hilfsbereit, auch die meist hektisch agierenden Ordnungskräfte zeigen sich verständnisvoll wenn man Sie freundlich und direkt anspricht. Da der Hafen in Patras seit Jahrzehnten umgebaut wird, ist es immer die größte Herausforderung für Reisende, aus diesen Hafen hinaus zu finden. Es gelingt uns auch diesmal und wir fahren in Richtung Süden nach Kilini.
Auf Zakynthos wollen wir einige Tage auf einem Campingplatz in Alykes verbringen. Die Verbindung von Kilini nach Zakynthos Stadt ist sehr unkompliziert, im festen Takt bringen verschiedene Fähren die Reisenden auf die Insel. Der Preis für die etwa einstündige Überfahrt ist sehr moderat. Angekommen auf der Insel führt uns unser Weg nach Norden in Richtung Alykes.
Nach einiger Zeit erreichen wir den Campingplatz von Margeta und Spiros Patrinos.
Der Weg dorthin führt durch eine teils sehr verträumte Landschaft, aber auch durch einige Orte, die augenscheinlich auf dem Reißbrett eines renitenten Kirmesmanagers entworfen wurden. Merkwürdige „Hully Gully“- Orte für „Hardcore –Touristen“ von den britischen Inseln und aus Resteuropa.
Paradise Camping & Apartments, etwa einen Kilometer hinter einem dieser Orte am Rande von Alykes gelegen, zeigt dann jedoch rasch die schönen Eigenschaften der Perle im Ionischen Meer. Der Campingplatz ist einfach ausgestattet, die Sanitäranlagen werden mehrfach am Tag gesäubert, es gibt eine zentrale Küche mit Gefrierschränken und Kühlschränken. Der Platz ist sehr weitläufig und er ist in einem Olivenhain angesiedelt.
Ein Teil des Platzes ist mit Gras bewachsen, das restliche Areal recht staubig.
Wasser und Strom sind inklusive und Zapfstellen sind ausreichend vorhanden. Große Mobilheime (ab 6 Meter) haben hier keine Chance, die Bäume machen eine Passage unmöglich und meist ist der Campingplatz auch im Sommer nur spärlich belegt. Sie können sich Ihren Platz frei auswählen und entscheiden selbst, wie viel Abgeschiedenheit Sie benötigen. Die Preise sind sehr angemessen und auch noch verhandelbar.
Zudem bieten Margeta und Spiros Appartements in unmittelbarer Nähe an, einfach ausgestattete Räume in massiven Häusern zu sehr günstigen Konditionen. Die Sanitäranlagen sind sauber und modern, die Zimmer werden regelmäßig gereinigt und die Bettwäsche sowie Handtücher werden gestellt. Das Gesamtensemble bietet eine große Swimmingpoolanlage direkt an der Wasserkante. Im Poolbereich befindet sich eine Bar für Getränke (Mythos Fassbier) und für leichtes Essen sowie Snacks.
Sonnenliegen sind ausreichend vorhanden, für Kinder gibt es ein kleines Kinderbecken und Spielmöglichkeiten. Das Personal ist äußerst freundlich und aufmerksam, Selbstbedienung ist zwar die Regel, aber selbstverständlich bekommen Sie Ihre Getränke und Speisen auch an Ihrem Tisch oder an der Liege serviert. Der Poolbereich ist sehr gepflegt und sauber.
Vom Poolbereich führt eine wacklige Holztreppe an den steinigen Strandsaum. Nach wenigen Metern wird der Boden im Meer sandig und führt extrem langsam in tiefere Gewässer. 50 bis 80 Meter muss man im Wasser waten, um zum ersten Mal den Bodenkontakt zu verlieren. Das warme Wasser und die seichte Tiefe laden zu ausgiebigen Spaziergängen in Ufernähe ein. Spiel und Spaß im Meer ist auch für Kinder sehr risikoarm.
In fußläufiger Umgebung des Campingplatzes befinden sich kleine Supermärkte und Restaurants. Von diesem Standort aus ist es ein Leichtes, die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Die Familie Patrinos wird Sie gerne beraten und Ihnen bei allen Fragen behilflich sein. Die Hauptstadt der Insel mit dem Hafen und dem Flughafen ist nur etwa 20 km entfernt.
Informationen zu Zakynthos, zu den Nistplätzen der Garetta Schildkröten und zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Insel bekommen Sie im Internet oder auch vor Ort.
ALYKES ZAKYNTHOS
PARADISE APARTEMENTS & CAMPING
Inh.: Margeta und Spiros Patrinos
29090 Alykes Zakynthos
Tel.: 003026950 83233
www.alykescamping.gr
info@alykescamping.gr
Nach einigen Tagen machen wir uns auf den Weg nach Proastio, von Zante (Zakynthos Stadt) geht es mit der Fähre

zurück nach Kilini.
Wir folgen den Wegweisern in Richtung Pirgos und Kiparissia, kurz vor Kiparissia geht es links ab nach Kalamata. In Kalamata angekommen fahren wir die Küstenpromenade in Richtung Kardamili und Stoupa. Aber vorher geht es zum Restaurant Kapotrena in der Marina Kalamatas. Nach ausgiebiger Wiedersehensfreude und leckeren Speisen von Eleni folgen wir der Route in die Exomani. Der Küstenstraße folgend kommt der Abzweig nach links ins Taygetos Gebirge (in Richtung Kardamili). Mächtig baut es sich vor uns auf und wir freuen uns auf Landschaften aus einer anderen Welt und auf die serpentinenreiche Strecke durchs Gebirge. (Sie sollten für die Mitfahrenden immer einige Tüten bereithalten!) Kardamili begrüßt uns mit einem fantastischen Panoramablick über den Ort und die Bucht von Messinien.
Die Abfahrt ist nicht ohne! – befahren Sie die Straße vorsichtig. Haarnadelkurven, das Gefälle und die teils unkalkulierbaren Abbrüche am Straßenrand bereiten auch Einheimischen manchmal Probleme.
Unten angekommen steuern wir auf einer langen Geraden gen Kardamili, an der engen Brücke vor dem Ortseingang sieht man zur Linken den Elias, den höchsten Berg des Taygetos. Hinter der Brücke macht die Straße eine Rechtsbiegung, in der Kurve sind zwei kleine Supermärkte angesiedelt, nicht der optimale Platz – aber so ist es eben – also fahren Sie bitte vorsichtig!
Die Main Street von Kardamili ist eigentlich zu schmal für Gegenverkehr, zwei Lastwagen welche sich begegnen, zwingen die Tavernen Besucher auf den schmalen Trottoirs unweigerlich zum Rückzug.
Uns ist dieser kleine Ort ans Herz gewachsen und wir begrüßen bei der langsamen Durchfahrt Freunde und bekannte Gesichter mit lautem Jassu.
Ihr Ziel könnte das jetzt zur rechten Hand auftauchende Kalamitsi Hotel sein (s. Reiseempfehlung). Für uns geht es noch ein kleines Stück weiter. Etwa 2 km hinter Kardamili geht es links hoch in die Berge in Richtung Proastio, die Vorfreude lässt uns verstummen.
So, jetzt ist aber Schluss mit lustig, erst einmal auspacken und die Hütte in Schwung bringen.
War schon einige Zeit niemand mehr da und es gilt – ab morgen ist Urlaub – wer es glaubt.
Alles ist wunderbar!
Von Vera und Peter






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